2016 – PETER HORN

Die NEUE PULHEIMER KG hatte eingeladen und ca. 200 Gäste kamen am Sonntag, dem 22.11.2015 in den großen Saal des Hotels Ascari in Pulheim, um den Ritterschlag von Peter Horn mitzuerleben.

Seit 1976 verleiht die NEUE PULHEIMER KG jährlich Personen, die sich um Tradition und Brauchtum verdient gemacht haben, die Ritterwürde. Prominente aus Politik, Wirtschaft und Karneval gehören mittlerweile zum Kreis der Würdenträger.
Seit 2012 gibt es mit Marita Köllner auch einen weiblichen „Ritter der Freude“.

Pünktlich um 19:00 Uhr eröffnete Senatspräsident Dieter Kirchartz die Veranstaltung.
Er begrüßte herzlich die erschienen Gäste, unter denen sich auch zahlreiche Ehrengäste befanden. Mitglieder, Senatoren und Ehrensenatoren der NEUEN KG, sowie zahlreiche „Ritter der Freude“ aus vergangen Jahren gaben der Veranstaltung den würdigen Rahmen und freuten sich darauf, Peter Horn in ihrer Mitte begrüßen zu dürfen.

Die Jugend-Tanzgruppe der Neppeser Schefferjunge stürmte die Bühne und brachte die erste karnevalistische Darbietung des Abends. Die 30-köpfige Gruppe hatte zahlreiche Tänze einstudiert, die sie dem Publikum mit viel Einsatz und Motivation darboten. Die erste Rakete des Abends war fällig. Die Zuschauer hatten großen Spaß an der schönen Tanzvorführung.
Die Neppeser Schefferjunge sind gern gesehene Gäste bei der NEUEN KG. Beide Vereine pflegen seit geraumer Zeit eine enge Verbindung und arbeiten für die Zukunft an einer noch intensiveren Zusammenarbeit.

Das am Vortag proklamierte Pulheimer Dreigestirn freute sich über die Einladung der NEUEN KG, dem Ritterschlag beizuwohnen. Das Trifolium zog mitsamt Gefolge in den Saal ein und begrüßte das närrische Volk. Sie sangen zum ersten Mal nach der Proklamation vor Publikum ihr Sessions-Lied und begeisterte damit die Zuhörer. Zur Freude aller blieb die gesamte Gruppe bis zum Ende der Veranstaltung und feierte ein schönes Fest zu Ehren des neuen Ritters.

Nun war die Zeit für eine Büttenrede gekommen. Der „Tulpen-Heini“, ein Redner aus dem benachbarten Belgien hatte viel zu erzählen. Witze über seine Lieblingsnachbarn – die Holländer – sowie über Schwiegermütter und viele weitere „beliebte“ Personenkreise wurden mit großem Applaus bedacht.

Dann wurde es typisch Kölsch!! Marita Köllner „Et fussich Julchen“ enterte den Saal. Nach einer herzlichen Begrüßung des zukünftigen Ritters und einiger weiterer guten Freunde, brachte Marita Köllner den Saal zum kochen. Es wurde gesungen und geschunkelt. Die Stimmung erreicht den Höhepunkt.
Marita Köllner ist seit einigen Jahren bei allen Ritterschlägen dabei, sofern es ihre Zeit erlaubt. Sie selbst trägt die Ritterwürde seit 2012 und freut sich immer, bei „ihrer“ NEUEN KG auftreten zu können. Nach eigenem Bekunden gehört Peter Horn zu Ihrem engeren Freundeskreis. Auch zu dem noch aktuellen Ritter, Markus Ritterbach pflegt sie regelmäßigen, engen Kontakt. Als Sie am Tisch der Ehrengäste Reinhold Louis entdeckt, ist die Freude grenzenlos. Die Veranstaltung ist halt ein „Familientreffen“.

Im Anschluss wird es ernst, denn der Höhepunkt des Abends, der Ritterschlag, kündigt sich an.
Markus Ritterbach, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval und Ritter der Freude 2015 betritt die Bühne, um die Laudation für seinen Nachfolger, Peter Horn, zu halten.
Es geschehen zwei ungewöhnliche Dinge:
1) Markus Ritterbach spricht Kölsch
2) Um dem nachfolgenden Ritterschlag einen würdigen Rahmen zu verleihen, hat Herr Ritterbach einige Ritter mitgebracht. Es handelt sich um Mitglieder des Vereins „Freie Ritter zu Köln und Ritter der Tafelrunde“

Die Ritter staffieren Peter Horn mit Schutzpanzer, Helm, Schwert und Schild aus.
Derart gewappnet lauschte er der jetzt folgenden Laudatio, die sehr humorig das Leben und den Werdegang von Peter Horn beschrieb.

Peter Horn wurde 1952 im Kölner Vringsveedel geboren. Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Musikalienhändler und studierte anschließend Sprachen (Englisch und Französisch).

Dennoch bestimmte die Musik schon früh sein Leben. Im Alter von 7 Jahren lernte er Gitarre, mit 11 hatte er seine erste eigene Band. Er textete und komponierte Lieder in kölscher Mundart.
1977 kam er zu den Höhnern und prägte als deren Frontmann für über 10 Jahre deren musikalische Entwicklung. Nach der Trennung im Jahr 1987 und einer Zeit als Solist auf den Karnevalsbühnen gründete Peter Horn die „KölschFraktion“ die seitdem erfolgreich auf den Bühnen im kölschen Fasteleer unterwegs ist.

Peter Horn blickt auf eine 40 jährige erfolgreiche musikalische Karriere zurück, in der er zahlreiche Ohrwürmer komponiert und getextet hat.
• Blotwoosch, Kölsch un e lecker Mädche
• Ich ben `ne Räuber
• Dat Hätz vun der Welt
• Winke, winke
• Echte Fründe
• u.v.m.

Im Anschluss an die Laudatio von Markus Ritterbach kniete Peter Horn auf einem kleinen Fußbänkchen nieder und wurde mit einem Schwert zum Ritter geschlagen.
Markus Ritterbach, Vorstand und Senatsvorstand der NEUEN KG, sowie die einmarschierten Ritter gratulierten als Erste, begleitet vom Applaus der anwesenden Gäste.

Peter Horn bedankte sich mit einer kurzen, bewegenden Rede. Danach verabschiedete er sich kurz von der Bühne und kam nach wenigen Minuten zurück. Diesmal war er geschminkt, so wie ihn alle von seinen Auftritten kennen.

Er brachte einige der Lieder zu Gehör, die ihm sehr am Herzen liegen.
• Ich bin Clown
• Et Pittermännche
• Ich bin `ne Räuber
• Der Kater-Blues

Die Zuhörer waren sehr berührt von den leisen Tönen und sangen lauthals mit, als Peter Horn „ich bin `ne Räuber“ anstimmte.

Als letzte Darbietung des Abends kam nun der „Veedelszoch“ der befreundeten Pulheimer KG Ahl Häre auf die Bühne.
Die Gruppe feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen und brachte aus diesem Grund die musikalischen Highlights der letzten Jahrzehnte in lustiger Form zu Gehör.

Die M.A.D. Band spielte anschließend aktuelle Hits und sorgten für den musikalischen Ausklang des Abend. Zahlreiche Tänzer nutzten die Gelegenheit das Tanzbein zu schwingen.

Weit nach Mitternacht endete eine sehr gelungene Veranstaltung.

DIETER BELL