2014 – Fritz Schopps (Et Rumpelstilzche)

Das Rumpelstilzchen“, so referierte „Professor“ Bernd Stelter mit ernster Miene,
„ist erstmals schriftlich aufgetaucht in den ,Kinder- und Hausmärchen’
der Brüder Grimm von 1812.“ Mit diesen Worten leitete der einstige „Werbefachmann“
und Vorjahres-Freudenritter seine Laudatio auf einen Kollegen ein,
den die Neue Pulheimer KG im Hotel Ascari in die illustre Runde der
„Ritter der Freude“ aufnahm.

Fritz Schopps, auf den Karnevalsbühnen eben als „Rumpelstilzchen“ bekannt,
soll feierlich zum Ritter geschlagen werden.
Doch zuvor fasste Stelter, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bühnenjubiläum feiert,
das Märchen für die geladenen Gäste in einer modernisierten Form zusammen.
Dabei wurde aus der schönen Müllerstochter das Model Heidi Klum,
aus dem König wurde Angela Merkel, und aus dem kleinwüchsigen Männlein
mit aufbrausender und tobsüchtiger Art namens Rumpelstilzchen wurde in Stelters
Version Oskar Lafontaines.
Wie sehr Stelter seinen langjährigen Weggefährten Schopps schätzt,
das machte er anschließend deutlich:
„Fritz Schopps hat die lachende Sporthalle abgerissen, er hat die lachende Köln-Arena
wieder aufgebaut, und er hat den närrischen Oscar gewonnen.
Wenn man heute irgendjemanden fragt, was denn die Gesichter des Kölner Karnevals seien,
dann bekommt man als Antwort:
,Hm, Colonia-Duett, Weltenbummler – und Rumpelstilzchen‘.
Mehr kann man eigentlich nicht erreichen.“

Warum sich Schopps als intelligenter, belesener Mann vor 30 Jahren gerade eine
Grimmsche Figur als Karnevalstype ausgesucht habe, könne sich Stelter nur so erklären:
„Die Brüder Grimm haben die Märchen zwar nicht erfunden, aber sie haben sie aufgeschrieben.
Sie haben den Leuten aufs Maul geschaut.“ Das sei auch das Geheimnis der Narretei.
Der Narr solle den Menschen aufs Maul schauen und ihnen dann den Spiegel vorhalten.
Dabei dürfe er auch die Obrigkeit parodieren und persiflieren.
Bei allem nie verletzend, gerade das mache Schopps seit nunmehr drei Jahrzehnten erfolgreich
in der Maskerade des Rumpelstilzchen, ohne sich allerdings dahinter verstecken zu müssen,
denn verletzend sei er dabei nie.
Er sei dankbar, so Stelter, in den vergangenen 25 Jahren Schopps‘ Wegbegleiter und Freund
gewesen sein zu dürfen.
Anschließend schlug er den so Geehrten mit einem Eisenschwert feierlich
zum neuen Ritter der Freude. Für diese Auszeichnung bedankte sich der sichtlich gerührte
Schopps bei den Anwesenden und der Neuen KG mit einem Auszug aus seiner aktuellen
Büttenrede und versprach, im kommenden Jahr zum nächsten Ritterschlag wiederzukommen.